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VCdH-Quartalstreffen in Würzburg

Am 29. September traf sich der Verbund der Chinazentren an deutschen Hochschulen (VCdH) in Würzburg zu seinem dritten Quartalstreffen 2026. Viele der Teilnehmenden waren bereits am Vortag zur internationalen Konferenz „Cooperation with China: Developing Competences and Structures in European Higher Education“ zusammengekommen. Dort standen Themen im Mittelpunkt, die die Zusammenarbeit mit China derzeit besonders prägen: institutionelle Strategien, Chinakompetenz, Forschungssicherheit, Risikomanagement und die Frage, wie wissenschaftliche Kooperation unter veränderten geopolitischen Bedingungen gestaltet werden kann.

Beim Quartalstreffen berichteten die Zentren über ihre aktuellen Projekte und Planungen. Ein wichtiges Thema war die kommende Förderphase und damit verbunden die Frage, wie regionale und überregionale Angebote künftig besser aufeinander abgestimmt werden können. Dabei zeigte sich auch, wie unterschiedlich die Voraussetzungen an den einzelnen Hochschulstandorten sind, etwa mit Blick auf Finanzierung, Personal und die dauerhafte Verankerung von Chinakompetenz.

Ausführlich diskutiert wurden die bestehenden Chinakompetenzzertifikate und Weiterbildungsangebote. Sie unterscheiden sich in Aufbau, Zielgruppen und Zugangsmöglichkeiten zum Teil erheblich. Bis zum nächsten Treffen soll deshalb zunächst eine Übersicht der vorhandenen Angebote entstehen. Darauf aufbauend soll geprüft werden, wo sich Programme ergänzen und stärker miteinander vernetzen lassen.

Die Berichte aus den Zentren machten die große Bandbreite der Arbeit sichtbar. In Dresden wird der Chinesischunterricht neu strukturiert und mit Angeboten für international mobile Studierende verbunden. Kiel berichtete über seine Arbeit zu Forschungssicherheit, Exportkontrolle und über das etablierte Angebot „Chinesisch ABC“. Das Hochschulzentrum Osnabrück stellte das 19. Deutsch-Chinesische Symposium und das neue International College mit mehreren Double-Degree-Programmen vor. Aus dem ENTRANCE-Projekt wurde von einer aktuellen China-Reise berichtet, bei der unter anderem Kommunikation mit chinesischen Zielgruppen, Alumni-Arbeit und das Bild Deutschlands als Studien- und Wissenschaftsstandort eine Rolle spielten. Auch die TU Berlin gab einen kurzen Einblick in ihre laufenden Aktivitäten, darunter die TUB/Tongji Summer School 2026 in Shanghai, die Chinakompetenz-Weiterbildung, die Arbeit mit Schulen sowie neue Projekte zu Auslandserfahrungen und zum Onboarding chinesischer Studierender.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Forschungssicherheit. Der Verbund arbeitet derzeit an einem gemeinsamen Text, der Risiken wissenschaftlicher Kooperationen mit China ebenso berücksichtigen soll wie Wissenschaftsfreiheit und die Interessen der Hochschulen an internationaler Zusammenarbeit. Diskutiert wurden dabei unter anderem Dual Use und Civil-Military Fusion sowie die Frage, welche Orientierung Hochschulen für Kooperationen benötigen, ohne wissenschaftlichen Austausch vorschnell einzuschränken.

Gerade die unterschiedlichen Berichte aus den einzelnen Zentren zeigen, wie breit das Arbeitsfeld inzwischen geworden ist. Sprache und Chinakompetenz gehören ebenso dazu wie Hochschulkooperationen, Mobilität, Schulprojekte, Studierendenbetreuung und Forschungssicherheit. Das Quartalstreffen bot dafür erneut eine gute Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Themen zu erkennen und konkrete nächste Schritte zu vereinbaren.

Ein herzlicher Dank gilt den Gastgeberinnen und Gastgebern in Würzburg für die hervorragend organisierte Konferenz und das anschließende Quartalstreffen sowie für die angenehme und offene Atmosphäre.

Das nächste Quartalstreffen findet im Dezember 2026 an der Eberhard Karls Universität in Tübingen statt.