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Table Media: Forum China-Kompetenz
Die Beitragsreihe auf Table.Media: Forum China-Kompetenz ist ein zentraler Baustein der Outreach- und Sichtbarkeitsstrategie des CKN Germany Projekts. Sie macht aktuelle Debatten zugänglich und trägt dazu bei, fundiertes Wissen über China über die akademische Welt hinaus in Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit zu vermitteln. Damit stärkt sie die gesellschaftliche Relevanz von Chinakompetenz und fördert eine differenzierte Auseinandersetzung mit China. Als Meilenstein des Projekts verbindet die Reihe Forschung, Kommunikation und Wissenstransfer in einem öffentlich wirksamen Format.
Table Media: Forum Chinakompetenz-Beiträge
China-Kompetenz entsteht in den Routinen von Hochschulen, Forschung und Verwaltung. Als Leiterin des China Centers der TU Berlin sehe ich täglich, wie groß der Bedarf an Orientierung und fundierter Chinakompetenz ist – bei Studierenden ebenso wie bei Forschenden und KollegInnen. Unsere Formate reichen von China-Kompetenz‑Zertifikaten über Spring Schools in Taipei und Summer Schools in Shanghai bis zu Semesteraufenthalten und Doppelmasterprogrammen für über 1.000 Studierende pro Semester. Hinzu kommen Projekte an Schulen, Weiterbildungen für WissenschaftlerInnen und interdisziplinäre Forschungskooperationen.
Kompetenz ist ein komplexer Begriff, ein sperriges Wort, wie ich finde, dass einem in seiner Schwere zunächst einmal Angst macht. In Deutschland lassen wir nur allzu gerne „kompetente Expertinnen und Experten“ oder Menschen mit ausgereifter Fachkompetenz zu Wort kommen, bevor wir einer Sache wirklich vertrauen. Das ist gute deutsche Tradition und oft auch nicht falsch. Mit der Kompetenz ist es ein wenig wie mit der Nachhaltigkeit. Man braucht sie in Zeiten wie diesen zweifellos, aber sie droht sich begrifflich schnell überall einzuschleichen, bevor wir sie überhaupt begriffen haben.
Die wirtschaftspolitischen Herausforderungen, aber auch die Chancen in der Zusammenarbeit mit China stehen immer wieder im Fokus. Die Überlegungen über einen zukunftsfähigen Umgang mit einem der wichtigsten Handelspartner Deutschlands hat Konsequenzen für den Wirtschaftsstandort. Gleichzeitig ist die öffentliche Debatte über China zunehmend von geopolitischen Spannungen, wachsendem Wettbewerbsdruck und einer kritischeren Wahrnehmung geprägt. Laut einer Statista Umfrage von 2025 haben 67 Prozent der Befragten in Deutschland ein negatives China-Bild.
Die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit Chinas wächst schneller, als wir es in Deutschland manchmal wahrnehmen. Bereits 2023 waren chinesische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler leitend an rund 45 Prozent der wissenschaftlichen Kooperationen zwischen den USA und China beteiligt. Prognosen zufolge könnten beide Länder bis 2028 gleichauf liegen. Auch in strategischen Technologien – von Künstlicher Intelligenz über Halbleiter bis zu neuen Materialien – gewinnt China rasant an Gewicht. Die staatliche Forschungsförderung wird kontinuierlich ausgebaut, und rund 150 Universitäten der „Double First Class Initiative“ sollen gezielt in die Weltspitze geführt werden.
China-Wissen hat in den vergangenen Jahren enorm an Wert gewonnen. Was früher vielleicht einmal eine intellektuelle Sinekure gewesen sein mag, ist heute von grundlegender Bedeutung für unser (geo)politisches und ökonomisches Handeln. Um deutsche Interessen gegenüber China und einer zunehmend von China beeinflussten Welt bestmöglich zu vertreten, ist es zwingend notwendig, zu verstehen, wie China „funktioniert“. Welche Akteure haben welche Entscheidungsgewalten? Was sind die grundlegenden Interessen und Anreizstrukturen, die ihrem Handeln zugrunde liegen? Über was für Ressourcen verfügen sie – jetzt und perspektivisch in der Zukunft?
Kostenlose Jahreslizenzen für Studierende – Förderung der Chinakompetenz
Vielen Dank für die Nachricht. Ich nehme das Angebot sehr gerne an.Ich wollte Ihnen kurz mitteilen, dass ich mich sehr darüber freue, die ersten Ausgaben bereits erhalten zu haben, und mich dafür noch einmal herzlich bedanken!
